Am Sonntag, den 02.September 2018, trafen sich 17 begeisterte Budosportler in den Hallen des TSC Eintracht Dortmund, um einem Landeslehrgang des Kodokan Budo Verbands Deutschland beizuwohnen. Die Sportler kamen aus verschiedenen Vereinen des KBVD und auch aus anderen Verbänden, sodass neue Gesichter zu sehen waren. Die Spanne der Gürtel bei den Teilnehmern reichte von Weißgurt bis hin zum Großmeistergürtel in rot-weiß.

Um 14 Uhr eröffnete der Lehrwart des KBVD Markus Hahner (5. Dan Jiu-Jitsu) vom TSC Eintracht Dortmund den Lehrgang. Bei den Referenten handelte es sich um Norbert Tellermann (4. Dan Jiu-Jitsu), Christopher Spickhoff (2. Dan Jiu-Jitsu) und Celina Rode (2. Jiu-Jitsu), allesamt vom TSC Dortmund.

Nach der Begrüßung begann Christopher mit einer kleinen wohldurchdachten Aufwärmeinheit, welche die Teilnehmer auf Betriebstemperatur brachte und alle Muskeln, Sehnen und Knochen auf die bevorstehenden Techniken vorbereitet.

Nahtlos ging es über zum ersten Block des Lehrgangs: Hebel in der Selbstverteidigung. Dieser Block wurde durch Christopher plastisch dargestellt, sodass alle Teilnehmer die Techniken gut sehen konnten und der Erklärung lauschen konnten. Jede Technik wurde intensiv geübt, sei es aus Kontaktangriffen heraus oder auch bei der Abwehr von Schlägen. Hierbei wurde durch den Referenten immer darauf hingewiesen, die Hebel sauber und kontrolliert auszuführen, um Verletzungen zu vermeiden und gleichzeitig den Spaß an den Hebeltechniken genießen zu können. Zum Ende seiner Einheit hat Christopher einen Schnelldurchlauf seiner Techniken geboten und die Teilnehmer aufgefordert, noch einmal kurz zu rekapitulieren und ihre drei Lieblingstechniken zu wiederholen.

Nach einer kurzen Pause übernahm Celina die Gruppe. Ihr Thema war das Aikijutsu. Um die Teilnehmer wieder nicht nur körperlich auf die Matte zu bekommen, sondern auch geistig, fing sie mit einer Schrittfolge inklusive typischen Block- und Weiterleitungstechniken an. Die Budosportler kamen wieder in Bewegung und konnten sich jetzt so auf die runden und fließenden Bewegungen des Aikijutsu einlassen, wie Celina die Techniken vorstellte. Sie nutze die verschiedenen Angriffsbahnen wie gerade, von außen, von innen, von oben und von unten kommende Angriffe, um die Prinzipien des Ausweichens, Aufnehmens, Weiterleitens und Umleitens zu demonstrieren. Auch Celina gab den Teilnehmern am Ende ihrer Einheit die Möglichkeit zur Wiederholung ihrer Lieblingstechniken.

Es wurde eine weitere kleine Pause eingelegt und dann übernahm Prüfungswart Norbert mit dem Thema Kontaktangriffe die Teilnehmer. Norbert legte Wert auf kurze und schnelle Techniken. Hier unterschied er in den Bereichen, dass man eine kurze und schnelle Technik nutzt, um sich einen Zeitvorteil für eine Flucht zu verschaffen oder ob man nach der kurzen und schnellen Technik den Angreifer noch fixiert oder den Angriff komplett beendet. Hierbei nutze der langjährige Abteilungsleiter natürliche Reaktionen auf die ziehenden oder schiebenden Angriffe und verfeinerte seine Abwehrtechniken mit gezielt eingesetzten Nervendruckpunkten (siehe Fotos). Ein besonderes Augenmerk wurde von Norbert auf das Thema Eigensicherung gelegt. Er sagte, dass auf der Straße niemand nur das Handgelenk greift, sondern zieht und dann auch noch der Kopfstoß oder das Knie als weiterer Angriff zu erwarten sind. Auch Norbert nutze die letzten Minuten seiner Einheit, den Teilnehmern die Chance eine Wiederholung zu geben.

Nach insgesamt vier Stunden schloss Lehrwart Markus den Lehrgang und bedankte sich bei allen drei Teilnehmern für die hervorragende Vorstellung und Umsetzung der Themen. Alle Teilnehmer konnten etwas Neues für sich mit nach Hause nehmen und waren ebenso von dem Lehrgang begeistert, was man an dem tosenden Applaus festmachen konnte.

Wir freuen uns auf weitere Lehrgänge mit euch!

Text: Markus Hahner
Bilder: Celina Rode, Christopher Spickhoff, Norbert Tellermann
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Klaus Möwius schreibt:Mi, 12. September 2018 Ich freue mich, dass der TSC Dortmund die " STANDARTE" des Kodokan- Budo - Verbandes e.V. ( "KBVD" ) deutlich hochhält ! Die Qualität unseres "JIU JIUSU" wird im positiven Sinne sichtbar. Aber auch unserer Verbandsführung gebührt die "WERTSCHÄTZUNG ". Weiter so !!


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